MMK Zollamt
" ___"
Vorübergehend unsichtbar
29. April – 5. Juni 2011
MMK Zollamt Raumansicht, „ ___ ” Vorübergehend unsichtbar
Alicja Kwade, 1979 Liter bis zum Anfang, 2010
Wolfgang Plöger, Take it to the nation (2011)
Wolfgang Plöger, The dark side of the light, 2007/2011
Foto: Peter Mc Clennan
Wolfgang Plöger, The dark side of the light (9 Transportkisten für schatten) (Detail )
Pappe, Holz, Lack Ausstellungsansicht: „I did not know anybody was there”, Galerie Konrad Fischer / Berlin
Wolfgang Ploeger, The dark side of the light, 2007/2011
Transportkisten für Schatten
Raumansicht MMK Zollamt 2011,
Courtesy: Konrad Fischer Galerie, Düsseldorf / Berlin
Foto: Peter McClennan, 2011
Alicja Kwade, Teleportation (Kerzen) 2010
Glas, Kerzen
Courtesy Johann König, Berlin
Foto: Roman März
Alicja Kwade, Watch (Chen, Wolfgang, Martin...), 2010
verspiegeltes Glas, elektronisches Uhrwerk, Mikrophpne, Verstärker
Alicja Kwade, 1979 Liter bis zum Anfang, 2010
2240 kg zermahlene Champagnerflaschen mit Etikettierung,
100 cm, 260 cm,
Raumansicht MMK Zollamt, 2011
Courtesy: Johann König, Berlin
Foto: Peter McClennan, 2011
Die Ausstellung „ ___“ Vorübergehend unsichtbar - Alicja Kwade, Matthias Meyer und Wolfgang Plöger präsentiert junge Künstler, die in ihren Arbeiten Abwesenheit und Flüchtigkeit einfangen und darstellen. Ihre Werke lenken den Blick auf Leerstellen und vergegenwärtigen das Nicht-Vorhandene, Ungreifbare und Unsichtbare. Matthias Meyer gibt in seinem Film „The Black Museum“ (2006) Einblicke hinter die Kulisse des Louvre und zeigt u.a. den Aufbau einer Ausstellung. Die Gemälde aus der Sammlung des Museums sind im Film geschwärzt. Damit werden sie einerseits zu Projektionsflächen für die Vorstellungskraft des Betrachters und verstärken andererseits, indem sie das Wesentliche verbergen, ihren Anspruch auf Eigenständigkeit. Auf ähnliche Weise verwehren uns vordergründig auch Alicja Kwades verspiegelte bzw. geschwärzte Uhren-Objekte „Watch (Chen, Wolfgang, Martin....), 2010, das Verrinnen der Zeit zu betrachten. Lediglich das Summen des Uhrenmotors ist zu vernehmen. Doch letztlich verstärkt die Unsichtbarkeit unsere akustische und emotionale Wahrnehmung der Zeit. Die Skulpturen „The dark side of the light” (2007/2011) von Wolfgang Plöger bedienen sich der Formensprache der Minimal Art, verweisen aber auf das Beiläufige und Flüchtige. Sie materialisieren den Lichteinfall und Schattenwurf von Gegenständen und halten so einen Augenblick für die Ewigkeit fest. Mit ihren Arbeiten machen die Künstler das Abwesende präsent.
Die Ausstellung wird gefördert von der Jürgen Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler.