Hélio Oiticica
28. September 2013 – 12. Januar 2014
Die bislang umfassendste Retrospektive des bedeutendsten brasilianischen Künstlers der Nachkriegszeit Hélio Oiticica (1937–1980) präsentiert Arbeiten aus allen Werkphasen.
Von der Malerei kommend realisierte Oiticica bereits in den frühen 1960er Jahren Überlegungen, um die Kunst in den Raum zu erweitern. Er wurde damit zu einem der Vorreiter partizipativer Kunst, einer Kunst, die durch aktive Teilnahme des Betrachters neue Erfahrungsräume öffnet. Im Laufe seines Schaffens überführte Oiticica die Malerei sukzessive in den dreidimensionalen Raum. Sein Werk reicht von frühen neokonkreten, abstrakten Malereien über frei im Raum schwebende Reliefs, den Bilaterals und Relevos Espacials bis hin zu begehbaren Rauminstallationen, den sogenannten Penetrávels. Die aktive Einbindung und Beteiligung des Betrachters waren das wesentliche Merkmal in Oiticicas Schaffen. Zur gleichen Zeit wie Joseph Beuys in Deutschland strebte Oiticica danach, einen abgeschlossenen Werkcharakter aufzulösen und die Kunst für die Gesellschaft sowie die Gesellschaft für die Kunst zu öffnen.
Ergänzt wird die Ausstellung im MMK um drei begehbare Außenarbeiten, die vom 31. August bis 27. Oktober 2013 im Palmengarten präsentiert werden und zur Interaktion einladen. Eine Kooperation
mit dem Palmengarten der Stadt Frankfurt. In Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität/Studiengang Curatorial Studies
Die Ausstellung ist Teil des Kulturprogramms zum Ehrengastland Brasilien der Frankfurter Buchmesse 2013 und wird ermöglicht durch die Unterstützung der FUNARTE / MinC – brasilianisches Kultusministerium und des MRE – brasilianisches Außenministerium.
Eröffnung: Freitag, 27. September 2013, 20 Uhr