Konzeptuelle Kunst auf Papier aus der Sammlung des MMK

FUNKTIONEN DER ZEICHNUNG

27. März – 22. August 2010

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Funktionen der Zeichnung MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

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Funktionen der Zeichnung MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main

Erstmals zeigt das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main vom 28. März bis zum 22. August 2010 aus seiner reichhaltigen grafischen Sammlung konzeptuelle Kunst auf Papier, die seit den 60er Jahren wichtiger Bestandteil  bildnerischen Denkens und Handelns vieler Künstler wurde. Allen voran haben Minimal- und Konzeptkunst neue Strategien entwickelt, an deren Anfangs- und Endpunkt oft die Zeichnung  als Träger künstlerischer Ideen steht. Diese können sich in reinen Konzepten aber auch in Diagrammen, Entwürfen oder begleitenden Vorzeichnungen artikulieren. Zeichnung, Schrift und Bild gehen dabei häufig eine eigenständige ästhetische Verbindung ein. 

Zu sehen sind u.a. Werke von Carl Andre, Dan Flavin, On Kawara, Joseph Kosuth, Robert Morris, Barry Le Va, Stanley Brown, Gary Kuehn, Franz Erhard Walther, Robert Barry, Lawrence Weiner, Alighiero Boetti, Blinky Palermo, Ilya Kabakov und Claes Oldenburg, aber auch Beispiele einer jüngeren Künstlergeration wie Andreas Slominski, Tobias Rehberger und Nedko Solakov. Die meisten der genannten Künstler sind mit ganzen Werkgruppen von Zeichnungen in der Ausstellung vertreten, ergänzt durch herausragende Einzelblätter. Bis auf wenige Ausnahmen stehen alle hier ausgestellten Zeichnungen in direktem Zusammenhang mit skulpturalen oder konzeptuellen Werken der Sammlung des MMK. Die Zeichnungen der konzeptuellen Kunst der 60er Jahre können ganz generell als Reflektion mentaler Aktivität, als ein „work in progress“ beschrieben werden. Sie überzeugen durch Klarheit und Präzision, können Handlungsanweisung, Konstruktionszeichnung, Aufbau- oder Ideenskizze sein oder gar Statement- und Zertifikatcharkter haben. Die Signatur bestätigt dabei die Autorschaft der Künstler, auch wenn das Werk, zum Beispiel eine Wandmalerei, durch Assistenten oder dritte Personen ausgeführt wird. Die Funktionen der Zeichnungen können sehr unterschiedlich sein: die Zeichnung als Festlegung; die Zeichnung als Erläuterung; die Zeichnung als Ritual; die Zeichnung als Untersuchung. Sie tragen in jedem Fall die individuelle „Handschrift“ der jeweiligen Künstler.

Eine gesonderte Werkpräsentation ist in diesem Zusammenhang den Arbeiten auf Papier von Hanne Darboven gewidmet, die durch die Schenkung des Archivs von Jean-Christophe Ammann im Jahr 2001 in die Sammlung des MMK gelangt sind. Sie dokumentieren überreich die präzisen Ausstellungsvorbereitungen und Entwürfe für die begleitenden Kataloge der Künstlerin, ihrer mittlerweile legendären Ausstellungen im Kunstmuseum Luzern 1975 und in der Kunsthalle  Basel 1985. Parallel dazu zeigt das MMK eines der Hauptwerke von Hanne Darboven „Ein Jahrhundert - Johann Wolfgang von Goethe gewidmet“ 1971/1982, das sich seit dem Eröffnungsjahr des Museums 1991 in dieser Sammlung befindet. Erstmals wird aus diesem Anlass auch das musikalische Werk „opus 25A“ von Hanne Darboven vorgestellt, das die Künstlerin 1988 durch Transkription der reinen Zahlenkonstruktionen in Notenschrift in eine minimalistische Komposition verwandelte.


Heute im MMK

  • Führung
  • Die Göttliche Komödie - Ein Überblick
  • 11.00 Uhr

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