Douglas Gordon

19. November 2011 - 25. März 2012

Douglas Gordon, Henry Rebel, 2011

© Studio lost but found

Douglas Gordon, k.364

© 2011 Studio lost but found

Douglas Gordon & Philippe Parreno, Zidane: A 21 st Century Portrait, 2006

Film still courtesy Anna Lena Films & Naflastrengir

Douglas Gordon (geb. 1966) zählt heute zu den einflussreichsten Künstlern seiner Generation. Bekannt geworden durch Filme und große Videoinstallationen umfasst sein Werk auch Fotografien, Texte, Skulpturen und Klanginstallationen. Seit 2010 ist Douglas Gordon Professor an der Städelschule in Frankfurt.

Mit seinen Analysen von den Bildern unseres kollektiven Gedächtnisses und der Alltagskultur legt Gordon Grundmuster der Wahrnehmung frei. Oftmals drehen sich seine Arbeiten um Phänomene der Doppelung und Spiegelung, wie z.B. das Paar, der Doppelgänger, Hell und Dunkel, Schuld und Gerechtigkeit. 

Das MMK Museum für Moderne Kunst besitzt mit Play Dead; Real Time (2003) eines seiner Hauptwerke sowie weitere Foto- und Videoarbeiten. Sie sind der Ausgangspunkt für die erste große Überblicksausstellung in Europa seit 2007.
Neben bildreichen Installationen wie Straight to Hell, No Way Back und neuesten Arbeiten der Serie Self-portrait of You + Me sind in der Ausstellung drei weitere Videoinstallationen von Gordon zu sehen. Den 2006 entstandenen Film über Zinédane Zidane installiert Gordon im MMK erstmals auf 17 Einzelbildschirmen.

Eine der neuesten Arbeiten von Gordon trägt den Titel k.364 (2010) und steht für Köchelverzeichnis Nr. 364 – mit dieser Nummer wird die konzertante Sinfonie für Violine und Viola bezeichnet, die Mozart 1779 in Wien komponierte. Gordon hörte das kammermusikalische Werk in Poznań (Polen) und organisierte daraufhin eine weitere Aufführung mit den bekannten Musikern Avri Levitan (Viola) und Roi Shiloah (Violine) sowie mit dem Kammerorchester des Polnischen Rundfunks. Die Reise der beiden Musiker von Berlin über Poznań nach Warschau und die Aufführung des gesamten Werks in Warschau bilden den Hauptteil des Films. Aus den Gesprächen der beiden Musiker auf ihrer Fahrt nach Polen wird deutlich, dass ihre Geschichte und die ihrer Eltern auf vielfältige Weise mit der deutsch-polnischen Beziehung, insbesondere aber mit der Geschichte der Juden in Polen während des Zweiten Weltkriegs verwoben ist. Premiere hat auch die Videoinstallation Henry Rebel (2011) im MMK, die gemeinsam mit dem jungen Schauspieler Henry Hopper, dem Sohn von Denis Hopper, entstand.

Film zur Ausstellung



Der Katalog zur Ausstellung ist während der Ausstellungsdauer bis zum 25.3. vergünstigt für 35 Euro im Museumsshop erhältlich (Buchhandel 45 Euro).

Der Katalog hat 234 Seiten, ist reich bebildert und erscheint im Kerber Verlag Bielefeld. Mit einem Gespräch zwischen Douglas Gordon und James Franco, Essays von Michael Fried, Caoimhín Mac Giolla Léith und Klaus Görner sowie einer Einführung von Susanne Gaensheimer.

Die Publikation ist auch im Online-Shop erhältlich.

 

 

Gefördert von:

Hessische Kulturstiftung Kulturamt Frankfurt am Main

Medienpartner:

Frankfurter Rundschau Monopol Magazin für Kunst und Leben

Mit großzügiger Unterstützung von: Gagosian Gallery (London), Yvon Lambert (Paris), Galerie Eva Presenhuber (Zürich)

 


Heute im MMK

  • Führung
  • Materialfragen
  • 15.15 Uhr

Führungen zur Ausstellung

Video

Publikationen

Editionen

Sammlungsblätter