Das lebendige Museum

16. Mai 2003 – 29. Juni 2003

Three Boys Four Girls, 1996

Tobias Rehberger

Ongoing, 2002

Michael Elmgreen & Ingar Dragset (*1961 / *1969)

Double Shell, 2001

Massimo Bartolini

So lebendig hat man ein Museum zuvor noch nicht gesehen! Begegnen Sie einem Straßenreiniger mitten auf der Wand, teilen Sie ein Geheimnis mit einem Fremden, wundern Sie sich über einen Spülmarathon, treffen Sie auf einen nachdenklichen Superman, lassen Sie sich durch Bänke bewegen, stecken Sie Ihren Kopf ins Bild, oder denken Sie an Spinoza oder Bush. So lautete der Einladungstext zu dieser einmaligen Ausstellung.

Die Menschen waren vitaler und integrativer Bestandteil der „performativen Installationen“, die sich als lebendig, instabil und situativ erwiesen. Ihr flüchtiger Charakter wurde jedoch durch die sechswöchige Präsentation in einen lang anhaltenden Augenblick verwandelt. In dieser Spannung stellte sich die Frage, wie sich die Vorstellung von Museum und die Rezeption von Kunst verändern lässt, wenn die Kunstwerke nicht mehr statisch und „museal“, sondern „lebendig“ sind.

„Das lebendige Museum“ begab sich auf Neuland und beabsichtigte, die herkömmliche Erwartung an ein Museum zu brechen. Vor dem Hintergrund der Erwerbung von Nedko Solakovs Ein Leben (Schwarz und Weiß) und der Documenta-Arbeit von Tania Bruguera für die Sammlung des MMK Museum für Moderne Kunst setzte diese Ausstellung die begonnene Arbeit an der Idee des Museums fort und unterstreicht damit die Funktion des Museums als Ort der Begegnung von Menschen und der Anstiftung zum Dialog, als einen Ort von Reflexion und Vision.


Heute im MMK

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