MMK 1

Subodh Gupta. Everything is Inside

12. September 2014 – 18. Januar 2015

Subodh Gupta, Mind Shut Down, 2008

Courtesy the artist and Hauser & Wirth

Subodh Gupta, Faith Matters, 2007-2008

Foto/photo: Sergei Illin

Subodh Gupta, "School", 2008

Courtesy the artist and Hauser & Wirth. Photo / Foto: Ram Rahman

Subodh Gupta, Two Cows, 2003-08

Foto/photo: Ravi Ranjan

Subodh Gupta, All in the Same Boat, 2012-13

Foto/photo: Ravi Ranjan

Subodh Gupta, My Family Portrait, 2013

Foto/photo hoto © Ram Rahman

Raumgreifende Installationen aus Edelstahlgeschirr, Früchte aus Bronze, goldene Fahrräder und Lunchboxen zeigt der indische Künstler Subodh Gupta (*1964) in seiner bislang umfassendsten Ausstellung in Europa „Everything is Inside“. Für seine Installationen verwendet er profane Alltagsgegenstände, die schichtenübergreifend die Lebenswirklichkeit der Stadt- wie Landbevölkerung Indiens miteinander verbinden. Kulturell festgeschriebene Bedeutungszuschreibungen stellt Gupta auf den Kopf und stellt grundlegende Wertesysteme in Frage.

In seinen Arbeiten spiegelt sich eine zeitgenössische Idee von Indien wider: eine Gesellschaft, für die traditionelle Wertvorstellungen, Spiritualität und der religiöse Glaube genauso bedeutend sind, wie ein konsequenter Modernisierungswille und die damit verbundenen Transformationsprozesse in jeglichen Lebensbereichen.

Zentrale Themen, die sich auch in seinen performativen Werken wiederfinden, sind dabei das Kochen und Essen: Mehrfach wird der Künstler im Ausstellungsraum für die Besucher ein Essen zubereiten, dass traditionell samstags in Indien gekocht wird, um damit Shani – den mächtigsten Planetengott und gefürchteten Herrn des Karmas – zu besänftigen (Termine unter www.mmk-frankfurt.de/events).

Subodh Gupta (*1964 in Khagaul, Indien) lebt und arbeitet in Neu-Delhi. Er studierte zwischen 1983 und 1988 Malerei am College of Art in Patna, arbeitet jedoch vorwiegend in den Medien Skulptur, Fotografie, Installation, Video und Performance. Am Bekanntesten sind Guptas raumgreifende skulpturale Arbeiten, die aus Alltagsgegenständen bestehen oder in denen er auf diese Bezug nimmt: Edelstahlgeschirr, wie es in Indien alltägliche Verwendung findet, Pfannen, Melkeimer, Fahrräder, Einkaufswagen dienen ihm als Materialien und „Bausteine”, mit denen er Megastrukturen mit einprägsamer Semantik schafft. Dabei klingen häufig die Themenkomplexe des Kochens und Essens an, die sich auch in seinen performativen Arbeiten wiederfinden. Gupta interessiert das Kochen und Essen als Manifest einer kulturellen Alltagspraktik, aber auch als Sinnbild für Essentialität und Existenz. In seinen Arbeiten gibt es immer wieder Bezüge zu sozioökonomischen Entwicklungen seines Heimatlandes Indien und zu Entwicklungen der globalen Wirtschaft, aber auch episodische Referenzen zu seiner eigenen Biografie. 


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