Hélio Oiticica im Palmengarten

31. August – 27. Oktober 2013

Hélio Oiticica, Penetrável PN 14

Foto: César Oiticica Filho

Hélio Oiticica, Penetrável Macaléia "Homenagem a Jards Macalé", 1978/2013

Installationsansicht / Installation view: Palmengarten, Foto/photo: Axel Schneider © MMK Frankfurt

Hélio Oiticica, Penetrável Macaléia "Homenagem a Jards Macalé", 1978/2013

Installationsansicht / Installation view: Palmengarten, Foto/photo: Axel Schneider © MMK Frankfurt

Hélio Oiticica, Penetrável "Invenção da Luz", 1978/2013

Installationsansicht / Installation view: Palmengarten, Foto/photo: Axel Schneider © MMK Frankfurt


Zur Retrospektive „Hélio Oiticica. Das große Labyrinth“ (28.9.2013-12.1.2014) im MMK zeigt der Palmengarten Frankfurt bereits ab dem 30. August bis zum 27. Oktober drei begehbare Außeninstallationen des brasilianischen Künstlers.

In einem der Pavillons, „Penetrável PN 14 MAP“, findet in diesem Zeitraum ein Performance- und Filmprogramm mit Interventionen zeitgenössischer Künstler statt, das von Studierenden des Masterstudiengangs „Curatorial Studies – Theorie – Geschichte – Kritik“ (Goethe-Universität und Städelschule) in Zusammenarbeit mit dem MMK erarbeitet wurde.



Hélio Oiticica (1937–80) gilt als Vorreiter der partizipativen Kunst. In den frühen 1960er-Jahren entwickelte er Strategien, um neue gesellschaftspolitische Perspektiven in der Kunst zu eröffnen. Er verstand sich als Konstrukteur von Materialität, Farbe, Zeit, Raum und Situationen. Oiticicas raumgreifende Installationen (Penetráveis) laden zur freien Erkundung im Palmengarten ein.


Die „Penetráveis“ hat Oiticica seit den 1960er-Jahren entworfen. Der Begriff „Penetrável“ ist eine Wortschöpfung des Künstlers und stammt von dem portugiesischen Verb „penetrar“ (durchdringen) ab.

Der Pavillon „Penetrável PN 14 MAP“ ist der größte der drei im Palmengarten aufgestellten Pavillons und entstand in einer Serie von Konzepten und Modellen zu Pavillons, die sich in Größe, Farbe und Form unterscheiden und wurde nach den genauen Vorgaben des Künstlers im Palmengarten aufgebaut.


Durch Performances mit Sound, Lecture und Tanz sowie einer Filmreihe wird der Pavillon „Penetrável PN 14 MAP“ im Sinne Oiticicas zum Leben erweckt und ermöglicht den Besuchern besondere Räume der Wahrnehmung und Interaktion. 
Für das Performance- und Filmprogramm haben Studierende des Studiengangs Curatorial Studies zwölf junge, internationale Künstler und Künstlergruppen eingeladen, sich mit dem „Penetrável PN 14“ im Palmengarten auseinanderzusetzen.
Entstanden sind ortsbezogene Performances: Experimente mit Sound, Sprache und Tanz, Projektionen, Salonabende und Begehungen. Diese knüpfen an Oiticicas Konzepte und Ideen an und übersetzen sie in die heutige Zeit. An drei Abenden werden die Performances von einem Filmprogramm begleitet. Hier treffen Filme und Videos von aktuellen Künstlern auf filmische Werke von Oiticicas Zeitgenossen Charles Simonds und Jack Smith.



Mit dem Pavillon „Invenção da luz” auf der Ruhewiese, deren Titel „Erfindung des Lichts” bedeutet, verlässt der ursprünglich aus der Malerei kommende Künstler die Grenzen des zweidimensionalen Bildraums und bezieht den Menschen unmittelbar in die Wirkung seines Werkes ein. Das Spiel von Licht und Schatten, von Natur und Architektur ermöglicht eine besondere Erfahrung von Struktur, Raum und Zeit. 



Der dritte Pavillon „Penetrável Macaléia“ am Gesellschaftshaus macht Farbe und Form für den Betrachter räumlich erlebbar und gibt ihm die Möglichkeit, in das Kunstwerk förmlich einzutauchen. „Macaléia“ verweist auf den brasilianischen Musiker Jards Macalé und die enge Verbindung von Kunst und Musik, die Oiticicas Schaffen zeitlebens prägte.


Studierende, die das Programm erarbeitet haben:
Fanti Baum, Marie Beckmann, Miriam Bettin, Nadine Droste, Elena Frickmann, Désirée Hailzl, Marenka Krasomil, Clare Molloy, Carolin Schulz, Milan Ther, Yanna Varbanova

Öffnungszeiten der Ausstellung im Palmengarten
Täglich 9 – 19 Uhr
Eingang Siesmayerstraße 63
www.palmengarten.de


Ermöglicht durch:



Das Film- und Performanceprogramm wird gefördert von:

Heute im MMK

  • Führung
  • Subodh Gupta. Everything is Inside
  • 15.15 Uhr

Führungen zur Ausstellung

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