Carsten Nicolai. unidisplay uni(psycho)acoustic

26. Januar – 26. Mai 2013

Carsten Nicolai, unidisplay, 2012

Installationsansicht, Musée d'Art Contemporain Montréal, Canada Foto: Richard-Max Tremblay

Carsten Nicolai, unidisplay, 2012

Installationsansicht, Musée d'Art Contemporain Montréal, Canada Foto: Richard-Max Tremblay

Carsten Nicolai, unidisplay, 2012

Installationsansicht, Musée d'Art Contemporain Montréal, Canada Foto: Richard-Max Tremblay

In der Installation "unidisplay" vereint Carsten Nicolai (*1965) erstmals seine langjährigen Forschungsergebnisse zur Wahrnehmungspsychologie. In der Arbeit, die als work in progress fortsetzbar ist, wechseln sich großflächige grafische Module in regelmäßigen Zeitabschnitten ab. Diese präsentieren unterschiedliche optische Muster und Formen, die verschiedene Aspekte menschlicher Wahrnehmung berühren. Auf drei unterschiedlichen Ebenen setzt sich Nicolai mit Phänomenen optischer Wahrnehmung auseinander. Die erste behandelt den Faktor Zeit und die Methoden, diese begreifbar und messbar zu machen. Dabei werden verschiedene Zyklen der Zeitmessung auf einer visuellen Ebene präsentiert: Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Monate, Jahre, Jahrhunderte, Jahrmillionen. Die zweite Kategorie setzt sich mit der Sprache der Zeichen auseinander. Die Module stellen ein Vokabular abstrakter grafischer Strukturen zur Verfügung, anhand derer die Funktionsweise visueller Zeichensysteme veranschaulicht wird. In der dritten Kategorie werden optische Täuschungen und andere visuelle Erscheinungsformen im Hinblick auf ihre gestaltpsychologischen Wirkungen erforscht.

Die Soundkammer "uni(psycho)acoustic" ergänzt "unidisplay" auf auditiver Ebene. Kongruent mit den visuellen Strukturen bei "unidisplay" werden hier (psycho)akustische Phänomene vorgestellt, die die Wirkungsweise menschlicher Wahrnehmung untersuchen und deren Mechanismen erlebbar machen.
Die Arbeit wurde speziell für die Ausstellung im MMK mit den Studenten der Städelschule entwickelt.

Carsten Nicolai ist bildender Künstler, Komponist und Musiker, wurde 1965 in Chemnitz (ehemals Karl–Marx–Stadt) geboren und lebt in Berlin und Chemnitz. Bekannt geworden ist er vor allem als Bildender Künstler der Objekt- und Installationskunst, wobei er hauptsächlich von wissenschaftlichen Referenzsystemen inspiriert wird. Mit seinem ganzheitlichen Ansatz, der sich unter anderem mit mathematischen und kybernetischen Mustern wie Grids und Codes, Fehler- und Zufallsstrukturen sowie dem Phänomen der Selbstorganisation auseinandersetzt, sucht er die Grenzsetzungen zwischen den verschiedenen künstlerischen Genres zu überwinden. 

unidisplay
Konzept: Carsten Nicolai, Ausführung in Zusammenarbeit mit Markus Heckmann, Derivative (TouchDesigner Software) 

uni(psycho)acoustic
Konzept: Carsten Nicolai, Ausführung in Zusammenarbeit mit Studenten der Städelschule Frankfurt/Main im Rahmen der Gastprofessur von Carsten Nicolai, Studio für Ton und Nichtton / Städelschule

StädelschülerInnen: Alexander Tillegreen, Ellen Yeon Kim, Christin Paula Berg, Alan Brock-Richmond, James Gregory Atkinson, Jol Thomson, Lars Becker, Philipp Bergmann, Tobias Donat, Daniel Stempfer, Graziano Capitta, Franziska Stenglin.

Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin und The Pace Gallery, New York

Ein Werkauftrag für die Frankfurter Positionen 2013 – Eine Initiative der BHF–BANK–Stiftung.


Heute im MMK

  • Führung
  • English Guided Tour: Pashmina. Absolventen der Städelschule
  • 16.00 Uhr

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